Gefühle auf Deutsch: Sag, wie du dich fühlst (A2)
Jeden Tag fragen wir oder werden gefragt: Wie geht’s? Bist du müde, glücklich, nervös? In diesem Beitrag lernst du, Gefühle und Zustände auf Deutsch zu beschreiben – mit alltagstauglichen Wörtern, klaren Grammarmustern und kleinen Kulturhinweisen. Nach jeder Mini-Lektion übst du direkt mit kurzen Aufgaben.
Wichtige Gefühlswörter
Hier sind häufige Adjektive (und feste Ausdrücke), die du im Alltag brauchst. Lies die Beispiele – sie zeigen dir typische Präpositionen und Satzmuster.
Wie sage ich, wie ich mich fühle?
Es gibt mehrere Muster im Deutschen, um Gefühle und Zustände auszudrücken. Die wichtigsten für A2 findest du hier:
| Pronoun | Conjugation |
|---|---|
| ich | fühle |
| du | fühlst |
| er/sie/es | fühlt |
| wir | fühlen |
| ihr | fühlt |
| sie/Sie | fühlen |
Ich müde.
Heute ich mich glücklich.
Mir kalt.
Ich Angst vor Spinnen.
Fragen und Antworten im Alltag
So fragst du nach Gefühlen und antwortest natürlich:
- Wie geht’s dir? / Wie geht es Ihnen?
- Wie fühlst du dich heute?
- Was ist los? (informell)
- Mir geht’s gut / Es geht / Nicht so gut.
- Ich bin ein bisschen müde.
- Ich fühle mich nervös.
- Mir ist kalt.
- Ich habe Angst vor Hunden.
- Ich freue mich auf das Wochenende.
Kulturhinweise: Wie direkt sind Deutsche bei Gefühlen?
- „Wie geht’s?“ ist ein häufiges, neutrales Hallo. Eine kurze Antwort („Gut, danke.“ / „Es geht.“) ist normal. In formelleren Situationen kannst du auch „Danke, gut. Und Ihnen?“ sagen.
- „Es geht.“ bedeutet: „so lala“, nicht schlecht, nicht super. Es ist höflich und zurückhaltend.
- Körperempfindungen sagt man mit „Mir ist …“: „Mir ist kalt/warm/übel.“ „Ich bin kalt“ meint eher „Ich bin gefühlskalt“ (charakterlich), also aufpassen!
- Viele sprechen über Gefühle direkter mit Freunden/Familie als mit Kollegen. In der Arbeit hört man oft neutrale Formulierungen: „Ich bin ein bisschen gestresst.“ statt sehr persönlichen Details.
Beispielsatz: „Ich bin unzufrieden mit dem Ergebnis.“ = „I am not satisfied with the result.“ Das Präfix un- macht aus „zufrieden“ das Gegenteil.
Beginne mit „Heute …“
Mini-Quiz: Was passt?
Teste dich noch einmal und achte auf Präpositionen und Muster.
Zusammenfassung & Übungsideen
- Merke dir die Basismuster: sein + Adjektiv (Ich bin müde), sich fühlen + Adjektiv (Ich fühle mich nervös), Mir ist … (Mir ist kalt), Angst/Lust haben (Ich habe Angst/Lust).
- Präpositionen sind wichtig: stolz auf + Akk., besorgt um + Akk., Angst vor + Dativ.
- Small Talk: „Wie geht’s?“ – „Es geht.“ / „Gut, danke.“ – und dann ein kurzer Satz über dein Gefühl.
Übungsideen für dich:
- Schreib ein Mini-Tagebuch: 3 Sätze pro Tag über deine Gefühle.
- Nimm dich auf und beantworte „Wie fühlst du dich heute?“ mit zwei Mustern: „Ich bin …“ und „Ich fühle mich …“.
- Höre deutsche Podcasts/Serien und notiere Wörter für Gefühle.
Du schaffst das! Mit diesen Bausteinen kannst du im Alltag sagen, wie du dich fühlst – klar, höflich und natürlich.