Gefühle auf Deutsch: Sag, wie du dich fühlst (A2)


Jeden Tag fragen wir oder werden gefragt: Wie geht’s? Bist du müde, glücklich, nervös? In diesem Beitrag lernst du, Gefühle und Zustände auf Deutsch zu beschreiben – mit alltagstauglichen Wörtern, klaren Grammarmustern und kleinen Kulturhinweisen. Nach jeder Mini-Lektion übst du direkt mit kurzen Aufgaben.

Wichtige Gefühlswörter

Hier sind häufige Adjektive (und feste Ausdrücke), die du im Alltag brauchst. Lies die Beispiele – sie zeigen dir typische Präpositionen und Satzmuster.

glücklich
happy
Adjektiv
Heute bin ich glücklich.
Today I am happy.
traurig
sad
Adjektiv
Sie ist traurig, weil ihr Hund krank ist.
She is sad because her dog is ill.
müde
tired
Adjektiv
Nach der Arbeit bin ich müde.
After work, I am tired.
nervös
nervous
Adjektiv
Er ist vor der Prüfung nervös.
He is nervous before the exam.
wütend
angry
Adjektiv
Wir sind wütend über die Verspätung.
We are angry about the delay.
entspannt
relaxed
Adjektiv
Am Wochenende fühle ich mich entspannt.
On the weekend I feel relaxed.
gelangweilt
bored (feeling)
Adjektiv
Das Kind ist im Auto gelangweilt.
The child is bored in the car.
überrascht
surprised
Adjektiv
Ich bin überrascht von der Nachricht.
I am surprised by the news.
stolz (auf + Akk.)
proud (of)
Adjektiv
Er ist stolz auf seine Tochter.
He is proud of his daughter.
besorgt (um + Akk.)
worried (about)
Adjektiv
Sie ist besorgt um ihre Mutter.
She is worried about her mother.
🧠 Wähle die beste Übersetzung

Wie sage ich, wie ich mich fühle?

Es gibt mehrere Muster im Deutschen, um Gefühle und Zustände auszudrücken. Die wichtigsten für A2 findest du hier:

fühlen Präsens
Pronoun Conjugation
ich fühle
du fühlst
er/sie/es fühlt
wir fühlen
ihr fühlt
sie/Sie fühlen

Ich müde.

Heute ich mich glücklich.

Mir kalt.

Ich Angst vor Spinnen.

Fragen und Antworten im Alltag

So fragst du nach Gefühlen und antwortest natürlich:

  • Wie geht’s dir? / Wie geht es Ihnen?
  • Wie fühlst du dich heute?
  • Was ist los? (informell)
  • Mir geht’s gut / Es geht / Nicht so gut.
  • Ich bin ein bisschen müde.
  • Ich fühle mich nervös.
  • Mir ist kalt.
  • Ich habe Angst vor Hunden.
  • Ich freue mich auf das Wochenende.
German
Es geht mir gut, danke.
I’m doing well, thanks.
German
Ich freue mich auf das Konzert.
Lit: I am happy myself for/on the concert.
I’m looking forward to the concert.
German
Was ist los?
Lit: What is loose?
What’s up? / What’s wrong?
💬 Ordne den Small-Talk richtig

Kulturhinweise: Wie direkt sind Deutsche bei Gefühlen?

  • „Wie geht’s?“ ist ein häufiges, neutrales Hallo. Eine kurze Antwort („Gut, danke.“ / „Es geht.“) ist normal. In formelleren Situationen kannst du auch „Danke, gut. Und Ihnen?“ sagen.
  • „Es geht.“ bedeutet: „so lala“, nicht schlecht, nicht super. Es ist höflich und zurückhaltend.
  • Körperempfindungen sagt man mit „Mir ist …“: „Mir ist kalt/warm/übel.“ „Ich bin kalt“ meint eher „Ich bin gefühlskalt“ (charakterlich), also aufpassen!
  • Viele sprechen über Gefühle direkter mit Freunden/Familie als mit Kollegen. In der Arbeit hört man oft neutrale Formulierungen: „Ich bin ein bisschen gestresst.“ statt sehr persönlichen Details.
un- Negationspräfix (nicht) zufrieden Adjektiv (content/satisfied)

Beispielsatz: „Ich bin unzufrieden mit dem Ergebnis.“ = „I am not satisfied with the result.“ Das Präfix un- macht aus „zufrieden“ das Gegenteil.

🔠 Put the words in order

Beginne mit „Heute …“

Ich bin Angst vor Spinnen. Ich habe Angst vor Spinnen. Gefühle mit „Angst/Lust haben“ verwenden das Verb haben + Präposition. Ich bin kalt. Mir ist kalt. Körperempfindungen mit „Mir ist …“ ausdrücken. Ich bin langweilig. Ich bin gelangweilt. langweilig = boring (Charakter), gelangweilt = bored (Gefühl).

Mini-Quiz: Was passt?

Teste dich noch einmal und achte auf Präpositionen und Muster.

🧠 Finde die passende Antwort/Übersetzung

Zusammenfassung & Übungsideen

  • Merke dir die Basismuster: sein + Adjektiv (Ich bin müde), sich fühlen + Adjektiv (Ich fühle mich nervös), Mir ist … (Mir ist kalt), Angst/Lust haben (Ich habe Angst/Lust).
  • Präpositionen sind wichtig: stolz auf + Akk., besorgt um + Akk., Angst vor + Dativ.
  • Small Talk: „Wie geht’s?“ – „Es geht.“ / „Gut, danke.“ – und dann ein kurzer Satz über dein Gefühl.

Übungsideen für dich:

  • Schreib ein Mini-Tagebuch: 3 Sätze pro Tag über deine Gefühle.
  • Nimm dich auf und beantworte „Wie fühlst du dich heute?“ mit zwei Mustern: „Ich bin …“ und „Ich fühle mich …“.
  • Höre deutsche Podcasts/Serien und notiere Wörter für Gefühle.

Du schaffst das! Mit diesen Bausteinen kannst du im Alltag sagen, wie du dich fühlst – klar, höflich und natürlich.